Regionsprojekt: Arbeitgeber als Marke

Vor einiger Zeit startete ein neues regionales Projekt, dass ich in nächster Zeit begleiten darf. Durch die Corona-Pandemie kam es leider zu Verzögerungen und das ganze Projektteam musste sehr flexibel zusammenarbeiten. Aber nun ist es geschafft, die ersten Schritte sind durchgeführt und der erste Presseartikel ist im „Bote aus der Buckligen Welt, Ausgabe 219“ erschienen. Danke an Conny Rehberger! Sie hat mir den Artikel und Bilder zur Verfügung gestellt!

Die Region Bucklige Welt – Wechselland startet heuer ein neues Leader-Projekt in Kooperation mit der Wirtschaftsplattform Bucklige Welt, der Wirtschaftskammer und regionalen Unternehmern. Ziel ist es, dem Fachkräftemangel durch gezielte Maßnahmen entgegenzuwirken, etwa durch professionelle Personalsuche.

Unter dem zugegebenermaßen etwas sperrigen Titel „Entwicklung einer regionalen Mitarbeiterstrategie und einer regionalen Mitarbeitermarke“ hat sich die Region zum Ziel gesetzt, das Thema Fachkräftemangel selbst in die Hand zu nehmen. Unternehmensberater Josef Vollmer war von Anfang an bei der Entwicklung dabei und begleitet das Projekt. „Regionale Unternehmen finden immer schwerer qualifiziertes Personal. Das wird sich auch durch die Corona-Pandemie nicht ändern. Darum ist es notwendig, neue Wege zu gehen und unsere Unternehmen zu unterstützen, neue Mitarbeiter zu finden und diese auch langfristig zu halten. Das gilt selbstverständlich auch für bestehende Mitarbeiter“, so der Experte. Die Region als Mitarbeitermarke („Employer Branding“) verstärkt zu etablieren, steht im Fokus. Das Motto lautet dabei „Wo wir gemeinsam leben und arbeiten“. „Studien zeigen es schon lange – eine gute Entlohnung ist wichtig, aber für eine nachhaltige Mitarbeiterbindung gehört mehr dazu:  Wertschätzung, im Betrieb aktiv eingebunden sein, positives betriebliches Umfeld, Digitalisierung, Wohnungsangebot, Sport- Familien- Kulturangebote sind nur einige Schlagwörter. Unsere Region hat viel zu bieten, um genau diese Themen in den Vordergrund stellen zu können. Daher freue ich mich, gemeinsam mit Pilot-Unternehmen, Gemeinden und Institutionen, Angebote und Aktivitäten zu entwickeln, die dann alle regionalen Unternehmen nutzen können“, so Vollmer.

Region und Gemeinden:

Umgesetzt wird das Projekt von der Leader-Region Bucklige Welt – Wechselland. Regionsobmann Fritz Trimmel: „Im grenzüberschreitenden Regionet-Wirtschaftsprojekt hat sich bei allen Betrieben sowohl bei uns als auch bei den Nachbarregionen die Suche von qualifizierten Mitarbeitern als eines der wichtigsten Themen für die Zukunft herausgestellt. Aus der Diskussion dazu und den Wünschen der Betriebe ist dieses Projekt entstanden.“ In einem ersten Schritt wurden 15 regionale Pilotfirmen aus unterschiedlichsten Branchen in der gesamten Region eingebunden und persönliche Gespräche geführt, um herauszufinden, wo die Probleme liegen.

In einem nächsten Schritt werden nun konkrete Angebote seitens der Region, der Gemeinden und der Kammer für die Unternehmer aber auch für die potenziellen Fachkräfte entwickelt. Ein Beispiel: Bietet eine Gemeinde Vorteile wie etwa leistbares Wohnen (insbesondere für Junge), Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Freizeit- und Kulturangebote, eine praxistaugliche Kinderbetreuung oder Nahversorgung, dann ist auch der Arbeitsstandort in dieser Gemeinde attraktiver und die Fachkräfte-Suche dadurch leichter.

Auch die Wirtschaft ist in diesem Prozess involviert. „Die Wirtschaftsplattform fördert und unterstützt dieses innovative Projekt zur Mitarbeiterfindung und -Bindung. Wir wissen, wie dringend unsere Unternehmen in der Region nach Fachkräften suchen und mit diesem Projekt soll ein Standard geschaffen werden, der aufzeigen soll, mit welchen zusätzlichen Anreizen ‚der Arbeitsplatz‘ in unserer Region attraktiv sein kann. Mit Josef Vollmer, der durch seine langjährige Mitarbeit in der Wirtschaftsplattform die Sorgen und Nöten unserer Unternehmer sehr gut kennt, entwickelt und betreut ein erfahrener Fachmann dieses Projekt“, so Obmann Johann Ostermann.

Nach dem Pilotprojekt sollen auch alle anderen Unternehmer der Region eingebunden werden. Etwa durch Schulungsmaßnahmen (zB. professionelle Personalsuche) oder Info-Material.

Foto & Bericht: Cornelia Rehberger/ Bote aus der Buckligen Welt, Ausgabe 219